Springerle - Tradition zu Weihnachten

Springerle

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Die Weihnachtszeit ist eine Zeit der Traditionen, und eine dieser traditionellen Köstlichkeiten, die in vielen Haushalten genossen werden, sind die Springerle. Diese kunstvollen Weihnachtsplätzchen haben eine reiche Geschichte und sind weit mehr als nur ein süßer Leckerbissen – sie sind ein Stück Kultur und Handwerkskunst.

Ursprünglich stammen die Springerle aus Deutschland und sind seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der dortigen Weihnachtstradition. Der Name “Springerle” leitet sich von der alten Bezeichnung “Springerlein” ab, was so viel wie “kleine Springer” bedeutet. Diese Bezeichnung ist auf das charakteristische Muster zurückzuführen, das auf die Plätzchen gedrückt wird und an kunstvolle Schnitzereien erinnert.

Die Herstellung von Springerle erfordert Geduld und Präzision. Der Teig, aus dem sie geformt werden, enthält Zutaten wie Eier, Zucker, Mehl und Anis. Es ist wichtig, den Teig gründlich zu kneten, um sicherzustellen, dass er glatt und geschmeidig ist. Nachdem der Teig zubereitet wurde, wird er dünn ausgerollt und mit speziellen Modeln geprägt, die oft mit schönen Mustern und Motiven verziert sind. Diese Modeln sind ein wichtiger Bestandteil der Springerle-Tradition und werden oft von Generation zu Generation weitergegeben.

Backtriebmittel Hirschhornsalz

Als Backtriebmittel wird bei den Springerle Hirschhornsalz verwendet.
Hirschhornsalz, auch unter dem Namen Ammoniumcarbonat bekannt, ist ein traditionelles Backtriebmittel, das in der Küche seit langem geschätzt wird. Es wird oft in der Zubereitung von Backwaren wie Lebkuchen, Springerle und Pfefferkuchen verwendet. Hirschhornsalz ist bekannt für seine beeindruckende Triebkraft, die Gebäck eine lockere und luftige Konsistenz verleiht.

Hirschhornsalz ist jedoch nicht nur in der Bäckerei beliebt. In der traditionellen Medizin wurde es einst zur Linderung von Magenbeschwerden eingesetzt, obwohl es heute durch modernere Mittel ersetzt wurde.

Es ist wichtig zu beachten, dass Hirschhornsalz beim Backen vollständig verdunstet und keine schädlichen Rückstände hinterlässt. Dennoch sollte es sparsam verwendet werden, da sein ammoniakartiger Geruch in hoher Konzentration unangenehm sein kann.

Insgesamt ist Hirschhornsalz ein vielseitiges und nützliches Hilfsmittel in der Küche, das alten und neuen Rezepten gleichermaßen einen besonderen Touch verleihen kann.

Gut trocknen lassen ist absolut wichtig!

Nachdem die Springerle geformt wurden, müssen sie einige Stunden oder sogar Tage an der frischen Luft trocknen, bevor sie gebacken werden. Dieser Schritt ist entscheidend, um die charakteristische harte Textur der Plätzchen zu erreichen. Während des Backens entfaltet sich der Anisgeschmack, und die Springerle werden leicht gebräunt und behalten dabei ihre zarten Muster.

Die kunstvollen Muster auf den Springerle sind oft von religiösen, mythologischen oder saisonalen Motiven inspiriert. So findet man beispielsweise Engel, Blumen, Herzen oder Tiere auf den Plätzchen. Diese Muster verleihen den Springerle nicht nur ihre Schönheit, sondern tragen auch zur kulturellen Bedeutung bei. In vielen Familien werden die Springerle sorgfältig aufbewahrt und zu besonderen Anlässen serviert, um die Tradition lebendig zu halten.

Springerle sind jedoch nicht nur Kunstwerke, sondern auch ein Genuss für den Gaumen. Der Anisgeschmack verleiht ihnen ein einzigartiges Aroma, das süß, würzig und leicht herb zugleich ist. Diese Kombination macht sie zu einer idealen Begleitung für eine Tasse heißer Schokolade oder würzigen Glühwein.

Obwohl Springerle ursprünglich in Deutschland beheimatet sind, haben sie sich im Laufe der Jahrhunderte in vielen anderen Ländern verbreitet und sind heute auf der ganzen Welt beliebt. Sie sind ein Symbol für die Weihnachtszeit und verkörpern die Liebe zur Tradition und zur Handwerkskunst.

In einer Zeit, in der viele traditionelle Bräuche verloren gehen, erinnern uns die Springerle daran, wie wichtig es ist, unsere kulturellen Wurzeln zu bewahren und die Kunst des Handwerks zu schätzen. Diese kunstvollen Weihnachtsplätzchen sind nicht nur ein Fest für den Gaumen, sondern auch eine Hommage an die Vergangenheit und die Freude an der Gestaltung von Schönheit in Form von Gebäck. Wenn Sie also in der Weihnachtszeit das nächste Mal über Springerle stolpern, denken Sie daran, dass sie mehr sind als nur Plätzchen – sie sind ein Stück Geschichte und Kultur, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Springerle

Springerle gehören seit meiner Kindheit zu Weihnachten. Zwischen Mitte und spätestens Ende Oktober ging es los.

Damals war es ganz wichtig, dass die Zucker-Ei-Masse 1 Stunde ausschließlich mit einem Holzkochlöffel gerührt wurde. Eine Stunde, die zum Schluss nicht enden wollte ...

Bis heute gehören Springerle für mich zur Weihnachtszeit und zu Weihnachten.

Ein kleiner Tipp: Sollten die Springerle an Weihnachten nicht weich geworden sein, kann man sie hervorragend in Rotwein tauchen!

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Zutaten

Und so geht's:

  1. Teig vorbereiten

    Die Eier und den Puderzucker in eine Schüssel geben und 1 Stunde gut rühren (nicht aufschlagen!).
    Du kannst entweder per Hand rühren oder auf kleinster Stufe mit der Küchenmaschine. Ein Handrührer ist nicht geeignet, da er zu schnell läuft.

  2. Teig fertigstellen

    Mische das Hischhornsalz mit dem Mehl und füge es der Zucker-Ei-Masse hinzu und knete es unter bis du einen geschmeidigen Teig erhältst.

  3. Teig ausrollen

    Welle den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche aus.
    Damit die Springerle alle gleich hoch werden, empfiehlt sich die Verwendung zweier Holzleisten mit einer Dicke von 10 mm

    Den Teig für die Springerle am besten zwischen zwei Holzleisten ausrollen.
  4. Model aufsetzen

    Mehle dein Holzmodel leicht aus, setze es auf und drücke es dann behutsam in den Teig.

    Das Holzmodel auf den Teig aufsetzen und in den Teig drücken.
  5. Springerle ausschneiden

    Um die einzelnen Springerle auszuschneiden empfehle ich dir die Verwendung entweder eines Pizzaschneiders oder eines Teigrädchens. Hier sind die Ränder meist gezackt, und deine Springerle bekommen einen schönen Rand.

    Bei Verwendung eines Teigrädchens bekommen die Springerle einen schönen Rand
  6. Setzen der Springerle zum Trocknen

    Deine ausgeschnittenen Springerle müssen jetzt zum Trocknen auf eine feuchte Oberfläche gesetzt werden.
    Die Arbeitsplatte deiner Küche eignet sich zum Beispiel sehr gut dafür.

    Sobald dieser Arbeitsschritt erledigt ist, hast du Pause, da deine Springerle nun mindestens 24 trocknen müssen. Je nach Raumtemperatur kannst du sie auch 48 Stunden liegen lassen.

  7. Backen

    Nach der Trocknungsphase geht's jetzt ans Backen:
    Heize deinen Backofen auf 100 °C Umluft vor.

    Wichtig: Bei jedem Springerle muss - bevor es auf das Blech gesetzt wird - das Mehl auf der Oberseite mit einem Pinsel entfernt werden!

    Gib jetzt etwas Anis auf dein Backblech und setze dein Springerle drauf.

    Schiebe dein Blech nun in den Ofen. Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht, wenn ich alle Bleche gleichzeitig im Backofen habe, daher empfehle ich, jedes Blech einzeln zu backen.

    In den ersten 20 Minuten muss dein Backofen geschlossen bleiben! Die Springerle bilden da das charakteristische Füßchen aus.

    Die Gesamtbackzeit beträgt ca. 1 Stunde.

    Wichtig ist, dass die Oberseite der Springerle weiß bleibt, und das Füßchen sich goldgelb färbt.

    Nach dem Backen werden die Springerle richtig hart!

    Die Springerle müssen auf dem Backblech auf Anis gesetzt werden.
  8. Aufbewahrung

    Bewahre deine Springerle am Besten in einer Blechschachtel auf.
    Du kannst ein Stück Apfel mit reinlegen, damit sie weich werden.

    Ergibt ca. 120 Stück

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